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Im Altertum wurde die süsse Rinde aus den Tropen zuerst zu medizinischen Zwecken und erst später als Geschmacksverstärker in der Ernährung verwendet. Heute wird Zimt wieder zu heilenden Zwecken, z.B. bei Erkältungen, gebraucht.
Ob im Glühwein oder im Tee, in Lebkuchen oder in anderen süssen Nachspeisen: Wem der süsslich, scharfe Zimtgeruch in die Nase weht, der sieht vor seinem inneren Auge Weihnachtsmarkt, Schneegestöber und Kerzenlichter.
Dabei ist Zimt ein Ganzjahresgewürz, das in seinen Herkunftsländern - Sri Lanka und China - seit Jahrhunderten auch Fleisch- und Reisgerichten den richtigen Geschmack gibt und bei uns vielen Desserts beigegeben wird. In China heisst die Zimtrinde Rou Gui.
Bereits im Altertum wurde der Zimt wegen seiner desinfizierenden Wirkung geschätzt und sogar als Wasserdesinfektionsmittel eingesetzt. Wie viele andere Gewürze wurde er zunächst nur medizinisch verwendet und weniger als Geschmacksverstärker. Da sein Öl desinfizierend wirkt konnte mit ihm auch die Haltbarkeit von Fleisch verlängert werden. In Ägypten nutzte man Zimt zur Einbalsamierung der Toten und als Aphrodisiakum.
Zimt und seine Wirkung auf Krankheitserreger
- Zimt wirkt keimtötend gegen Pilze, Viren und Bakterien.
- Zimt wärmt und erweitert die Gefässe (blutdrucksenkend), stabilisiert den Kreislauf und ist durchblutungsfördernd.
- Zimt wirkt auf die Verdauung, das Gewürz regt die Verdauungssäfte an.
- Zimt hilft bei Magen- und Darmbeschwerden (Durchfall, Übelkeit).
Zimt bei Diabetes
Neueste wissenschaftliche Studien zeigen, dass bereits 1 g Zimt pro Tag beim Typ 2 Diabetiker den Blutzuckerspiegel senkt, das Herzkreislaufrisiko somit reduziert wird.
Der Stellenwert dieser Erkenntnis ist aber noch unklar. Niemals kann Zimt eine Insulintherapie ersetzen. Auch sei momentan nicht damit zu rechnen, dass eine antidiabetische Therapie- zusammen mit Zimt eingenommen - reduziert werden könne. Ausserdem fehlen Gesundheitsstudien, die das regelmässige Einnehmen von Zimt über Jahre hinweg bedenkenlos empfehlen könnten.
Hingegen bei der Prävention von Diabeteserkrankungen oder bei der Behandlung von Diabetes im Frühstadium könnte Zimt durchaus eine Rolle spielen. Besonders da Zimt durch seine anhaltende Wirkung auf den Zucker- und Stoffwechsel nicht täglich eingenommen werden müsste und so vielleicht den Betroffenen weniger schnell verleidet.
Allerdings muss hier nochmals hervorgehoben werden, dass Zimt in keinem Fall eine medikamentöse Therapie ersetzen kann. Aber die Erkenntnis, dass Zimt einen positiven Einfluss auf Blutzucker und Blutfette hat, könnte den Forschern bei der Entdeckung bzw. Entwicklung neuer Medikamente behilflich sein.
Quelle: Schweizer Diabetesgesellschaft
Gegenanzeige
Zimt darf nicht verwendet werden bei Magen- und Darmgeschwüren, sowie bei krankhaft hohem Blutdruck. Auch Schwangere dürfen nicht mit grösseren Mengen des ätherischem Zimtöls in Berührung kommen: Zimt stimuliert die Gebärmuttermuskulatur, regt die Menstruation an und kann Wehen auslösen.
Auszüge von sprechzimmer.ch